WindGear by Joern Heinrich, mechanical selfsteering for sail yachts
WindGear by Joern Heinrich - servo pendulum selfsteer PRODUKT: EIGENSCHAFTEN

- Kugelgelagerte Mechanik: Die Anlage enthält wartungsfrei gekapselte Standard-Edelstahlkugellager für alle radial belasteten Achsen der Übertragungsmechanik. Damit wird das Servoruder auch unter hoher Last bei rauher See leichtgängig und präzise von der Windfahne betätigt. Das Schwachwindlimit dagegen liegt auf achterlichen Kursen bei 1.3 kn Bootsgeschwindigkeit und 1.8 m/s scheinbarem Wind sowie bei 0.8 kn Schiffsgeschwindigkeit bei Halbwind- und Amwind-Kursen (Testyachten: Jeanneau Sangria sowie Reinke11 MS, beide Pinnensteuerung).
EINSCHRÄNKUNG: Dieses Leichtwindlimit gilt nur für ein leichtgängiges Ruder. Klemmt das Ruderlager und braucht man eine gewisse Kraft, um das Ruder überhaupt in Bewegung zu setzen, liegt das Leichtwindlimit der Ruderreibung entsprechend höher. "Leichtgängig" bedeutet hierbei, dass man das Ruder mit zwei Fingern einer Hand leicht in Bewegung setzen kann, also nicht mehr als "100 g" oder 1 N Zugkraft dazu braucht. Je leichtgängiger das Ruder, umso präziser steuert die Anlage.

- Neigbare Windfahnenachse: Die benötigte Servoverstärkung (Ruderausschlag pro Kursabweichung) ist mit der zwischen 10° und 35° neigbaren Windfahnenachse an die aktuellen See - und Windbedingungen anpaßbar.

- Gierdämpfungsmechanik: Die Anlage verfügt über eine weltweit einzigartige, aktive Gierdämpfungsmechanik, die auf raumen und achterlichen Kursen einer Rollbewegung aktiv entgegenwirkt, so dass das Schiff keine oder in weitaus geringerem Maße Gierbewegungen quer zur achterlichen Welle ausführt. Diese Mechanik ist stufenlos durch Leinenzug ein- und auskuppelbar und wird nur bei Wind aus dem achterlichen Quadranten eingesetzt.

- Einrastende Kursvorgabe in 5°-Schritten: Durch Zug an beiden Enden der Kursvorgabeleine wird entriegelt, so dass der Windfahnenträger auf den Kurs zum Wind eingestellt werden kann. Entlastet man die Kursleinen, so rastet die Arretierung ein, und verriegelt den eingestellten Kurs. Die Kursvorgabe erfolgt aus dem geschützten Cockpit. Schnelle Kursänderungen (100° in einer halben Sekunde zur Wende) sind möglich.

- Servoruder: Mahagoni-Bootsbausperrholz, AWN 100, seewasserfest, kochfest, tropentauglich, Epoxi-Versiegelung)

- Windfahne: Lexan Hohlkammerplatte, GFK-verstärkt. Materiallieferant gibt 10 Jahre UV-Schutzgarantie.

- Extrem gutes Schwachwindlimit: Raumer Kurs: 1.3 kn Bootsgeschwindigkeit, 1.8 m/s scheinbarer Wind (ermittelt für Testyacht: Jeanneau Sangria, Pinnensteuerung, 7,6m LüA, 2,2 to). Damit bei leichtgängigem Ruder uneingeschränkt Blister- Gennaker- und Spinnakertauglich. Das tatsächlich zu erzielende Leichtwindlimit hängt nur noch von der Ruderreibung der jeweiligen Yacht ab.

- Kollisionsschutz nach achtern das Servoruder ist im Rahmen geschützt.

- Tritt zum Erreichen des Steges / der Pier bei achterlichem Anlegen, die Anlage ist betretbar.

- Seilzugwegverdopplung: Der Servohebel ist mit oder ohne Seilzugwegverdopplung erhältlich. Damit steht auch bei - platzbedingt - kürzer gewählten Auslegern der benötigte Steuerweg zur Verfügung.

- Servoachse: Edelstahl, gleitgelagert.

- Rückwärtsfahrt-Arretierung: Das Servoruder kann zur Rückwärtsfahrt mittels einer Leine arretiert werden, die auf dem Süll oder im Cockpit entweder an einer Klampe oder besser einer Curryklemme belegt wird.

- USD-Option: Die Anlage kann mit einer USD (Upside-Down)-Windfahne nach Jan Alkema ausgerüstet werden - empfehlenswert ggf. für stärker luvgierige Schiffe.

- Lösung des "Bad Weather Problem": Das Servoruder kann sich weder übermäßig stark gegenüber der Fahrtrichtung anstellen (z.Bsp. ztws. Rückwärtsfahrt in Wende ) noch in Pendelrichtung so bewegen, dass es aus dem Wasser auftaucht.

- Reißleine für Einhandsegler: (Zur Zeit nur für Pinnensteuerung) Das grundsätzliche Problem für den Einhandsegler ist: Wenn er unter WSA-Steuerung über Bord geht, und ist nicht mit dem Schiff verbunden, wars das, die Handfunke an der Rettungsweste, pers. Epirb, wasserfeste Signalmittel letzte Rettung. Wenn er jedoch mit dem Schiff verbunden ist, und das mit einem kurzen Lifebelt am Strecktau, hängt er irgendwo seitlich über der Reling im Wasser, und das Schiff macht unvermindert Fahrt, bis der Wind nachläßt, schlagen gegen die Bordwand. Schwierige Bedingungen, um wieder einzusteigen. Wenn er an einer langen Leine gesichert ist: Das Boot macht unvermindert Fahrt und zieht den Kopf wieder und wieder unter Wasser. Es gelingt nur schwer bis garnicht - in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, mit Klimmzügen das Heck zu erreichen und den Wiedereinsteig zu schaffen. Also muss im Fall der Fälle das Boot stehenbleiben. Dies gelingt mit einer Leine an einem Pinnenfeststeller, sofern man dafür eine Excenterklemme benutzt. Diese Leine wird schräg nach achtern durch eine Rolle geführt, und ist wie eine lange Laufleine an der Schwimmweste fest. Reißt man an dieser Leine, wird die WSA ausgeklinkt und gleichzeitig Hartruder gelegt: Das Schiff bleibt stehen bzw. fährt kleine Kreise.

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WindGear hält den Kurs selbst wenn der Windpfeil im Masttop sich nicht mehr rührt (Reinke 11MS, 6 to, USD-Version) - ideal auch für die Calmen, um Diesel zu sparen